Michael Brandt

ist Gitarrist mit Leib und Seele. Als Sohn von Helmut Brandt, der als Pionier des Nachkriegs-Jazz in Deutschland und einer der zentralen Musiker des deutschen Cool Jazz gilt, hat er das Musik-Gen geerbt.

Es begann mit 'nem Gummi - der auf einer Zigarrenkiste gespannt war. Dann folgte die erste Gitarre, die er immer dabei hatte, wenn er in Berlin-Zehlendorf unterwegs war. Jeden Sonntag spielte er in Vaters Mainstream Orchester in der "Aue" in der Berliner Straße. Und vielleicht erinnert sich auch noch jemand an die Frühgymnastik im SFB? Die Klänge auf der akkustischen Gitarre waren von Michael Brandt komponiert und gespielt. 

In den 70er Jahren entstand seine erste Schallplattenaufnahme "Die Wanne ist voll", seitdem sind hunderte Schallplatten-, CD- und Filmmusikaufnahmen dazugekommen.

1980 kam Michael Brandt als Gitarrist und Komponist ans GRIPS und steht heute noch - nicht nur als Mitglied von NO TICKET in Linie 1 - regelmäßig auf der GRIPS-Bühne. Über viele Jahre bis zur Goldenen Schallplatte gehörte er zur Band von Ulla Meinecke. Zudem spielte er unter anderem mit George Kranz und im Orchester mit Barbara Schöneberger.

Ab 1987 ist er der Gitarrist bei Klaus Hoffmann. Dieser sagt über Michael Brandt:

"(...) Er wuchs mit der Gitarre auf. Er ist wahrscheinlich im Herzen eine Gitarre. Wenn er nicht sprechen würde, würde er so klingen. Er besitzt über 70 Gitarren und spielt unermüdlich, alle Stile. (...) Micha kann ganz zart spielen, so wie ein Rilkegedicht kann er klingen und sehr hart sein. Aber es ist sein Ton, das ihn ausmacht ... nur Brandt. Es ist diese Eigenart, die einem beim hören hängen bleibt. (...)"

Als Mitglied der Rhythm Section des Capital Dance Orchestra begleitet er populäre Gesangssolisten, darunter Nina Hagen, Vicky Leandros, Katja Riemann, Bodo Wartke, Johannes Heesters, Helgi Björnson, Jeanette Biedermann und Jochen Kowalski - und das rund um den Globus. Hier ist er teilweise auch als Arrangeur tätig.

Michas ganz "private" Band ist Group 66, gemeinsam mit Michael Westphal am Bass, Manfred Opitz am Keyboard und seinem Sohn Thilo am Schlagzeug, der mit 12 Jahren (!) in die Band kam.

"Durch meine lange Erfahrung im Grips-Theater weiß ich, wie viel Arbeit in solch einem Projekt steckt und bewundere die Energie des Teams, dieses ambitionierte Vorhaben umzusetzen, ohne auf hauptberufliche Mitarbeit zurückgreifen zu können.

Gerne stehe ich beratend zu Seite, vor allem in der Endphase des Stückes, wenn es darum geht, aus den einzelnen Komponenten etwas Ganzes zu machen."